Ernst Barlach in Ingelheim
25. April bis 4. Juli 2027
Kunstforum Ingelheim – Altes Rathaus
Die Internationalen Tage Ingelheim präsentieren vom 25. April bis 4. Juli 2027 im Kunstforum Ingelheim – Altes Rathaus die Ausstellung „Ernst Barlach“.
Erstmals steht damit das Schaffen des bedeutenden deutschen Expressionisten Ernst Barlach (1870–1938) im Mittelpunkt einer Ausstellung der Internationalen Tage.
Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf Skulpturen und Zeichnungen Barlachs, die punktuell mit Druckgrafik ergänzt werden. Ausgewählt wurden Motivgruppen, denen sich Barlach in der jeweiligen Entstehungszeit besonders intensiv widmete und die seine thematische wie stilistische Entwicklung exemplarisch verdeutlichen.
Dabei soll aber auch zum Ausdruck kommen, dass sich einzelne inhaltliche Komplexe vom Frühwerk bis in sein späteres Schaffen ziehen. Anhand solcher Kontinuitäten lassen sich stilistische Veränderungen besonders gut dokumentieren, etwa von den fließenden Linien seines Frühwerks bis hin zu der Verfestigung der Form im Spätwerk.
Folgende Themen sind vorgesehen:
Frühe, eher selten in Ausstellungen gezeigte satirische Zeichnungen und Karikaturen sowie Entwürfe für Gefäße und Kleinskulpturen für Keramikmanufakturen sowie religiöse, mythologische und historische Motive.
Die „Russland“-Reise 1906, die Barlach in das Gebiet der Ukraine führt und die zum entscheidenden Wendepunkt wird, der sein gesamtes weiteres Schaffen bestimmt. In den dort entstehenden Zeichnungen findet Barlach eine kompakte Körperlichkeit, die in der Folge sein dreidimensionales Werk bestimmt.
Die Musik ist ein Thema, das sich durch das gesamte Werk Barlachs zieht. In der Plastik wie in Zeichnungen und Druckgrafik findet Barlach immer wieder neue Möglichkeiten, die menschliche Erfahrung von Musik auszudrücken. Musik ist auch Teil der menschlichen Kontemplation, der Einkehr in das Innere des Ichs. So ist das Lauschen von Musik oder Geräuschen, aber auch das Deuten von Sternen Ausdruck der inneren Stille ebenso wie die religiöse Versenkung.
Im Gegensatz dazu steht in Barlachs Kunst auch die Wut und die Raserei, das Aufbrausen von Gefühlen und Emotionen, der Aufschrei und das Begehren des Menschen nach Gerechtigkeit. Gerade die Erlebnisse des Ersten Weltkriegs haben Barlach zu einem pazifistischen Künstler werden lassen, der seine Kunst in den Dienst der Menschheit stellt.
Alle Vorankündigungen, Informationen zu Veranstaltungen rund um die Ausstellung erhalten Sie nur noch über unseren Newsletter.



